Dokumentation

Enterprise-Scopes

5 min Lesezeit · zuletzt aktualisiert 18. August 2026

Die meisten Scopes gehören zur Developer Mitgliedschaft. Ein paar nicht — und zwar genau die, mit denen aus einer Integration ein vollständiger Datenabzug oder ein Eingriff wird.

Welche Scopes

ScopeWas er öffnetWarum gesondert
mc.payments.mandates:readDie SEPA-Mandatsreferenzen einer OrganisationMandate sind der teuerste Teil eines Systemwechsels. Wer sie hat, kann eine Organisation abwerben, ohne dass ein einziges Mitglied etwas unterschreibt.
mc.finance.datev:exportDie Übergaben an die SteuerberatungDer Export ist die Buchhaltung in Reinform — Jahre auf einmal.
mc.documents.archive:readDie vollständige DateiablageSatzung, Protokolle, Verträge: das Gedächtnis der Organisation.
sb.sessions:write, sb.sessions.commands:execute, sb.sessions:deleteEine offene Shell auf einem Server des TeamsEine ausgeführte Zeile ist kein Datenzugriff mehr, sondern ein Eingriff.
sb.audit:exportDas vollständige Protokoll eines ZeitraumsDie Historie am Stück — wer wann was auf welchem Server tat.
sb.relays.token:readDas Anmeldegeheimnis eines Relay-AgentenWer es hat, meldet einen eigenen Agenten an.
un.apps.key:readDen Schlüssel einer AppWer ihn hat, löst Benachrichtigungen dieser App aus — ohne die App.
un.subscribers.profile:readNamen und Adressen der AbonnentenDas sind die Daten fremder Menschen, nicht die Kennzahlen des Anbieters.

Dazu zwei Grenzen, die für alle Scopes gelten:

  • Tiefe. Ab offset=2000 braucht das Blättern eine Enterprise-Mitgliedschaft. Seite 1 bis 40 ist eine Anwendung, Seite 400 ist ein Export.
  • Menge. Programm-Mitgliedschaften dürfen 200.000 Aufrufe in 24 Stunden, Hobby 5.000. Enterprise verhandelt sein Kontingent.

Warum das so ist

Nicht, um Wettbewerb zu verhindern — sondern weil diese Daten nicht dem Entwickler gehören, sondern der Organisation. Eine Anwesenheitsliste, eine Trainings-App oder ein Website-Widget braucht keinen davon. Ein Migrationswerkzeug braucht alle drei. Der Unterschied ist der Zweck, und über den reden wir gern — nur eben vorher.

Was du ohne Enterprise kannst

Alles, was aufbaut statt abzieht: Mitgliederliste, Einzelprofile, Notfallkontakte, Familien, Abteilungen, Termine, Gruppentreffen, Sitzungen samt Protokollen, Abstimmungen, Beitragsläufe, Lastschriften und Rücklastschriften, Postfächer, Formulareinsendungen, Website-Statistik, Trainingspläne, Wettkämpfe, Ergebnisse, Abzeichen — bei ShellBase das Inventar, die Richtlinien, die Relays und das Protokoll, bei useNotification die eigenen Apps, ihre Abonnentenzahlen und der Versand an sie. Das ist die große Mehrheit aller Requests.

In der Sandbox frei

Zum Ausprobieren brauchst du keine Enterprise-Mitgliedschaft: in der Sandbox stehen alle Scopes offen, weil die Daten erfunden sind. So kannst du deine Integration vollständig bauen und erst dann über den Zugang zu echten Daten sprechen.

Wie du Enterprise bekommst

Schreib uns über den Support-Kontakt deines Projekts, was deine Anwendung tut und welche Organisationen sie einsetzen. Wir klären den Zweck, die Zweckbindung und das Kontingent — und schalten dann frei. Anfragen, die schon eine Organisation im Rücken haben, gehen schneller.

Wenn ein Scope fehlt

Ein Client bekommt die Enterprise-Scopes seiner API einfach nicht zugewiesen — er entsteht trotzdem, mit allen anderen. Ein Token, das trotzdem einen trägt, bekommt 402 enterprise_required samt der Liste der betroffenen Scopes.

{
  "error": {
    "code": "enterprise_required",
    "message": "Diese Scopes brauchen eine Enterprise-Mitgliedschaft: mc.payments.mandates:read",
    "scopes": ["mc.payments.mandates:read"]
  }
}